2. Schritt: Auswahl der Schienenart

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Eine Einführung in die bunte & weite Welt der Reißverschlüsse!
 

Teilbar oder Nicht Teilbar – das ist hier die Frage!

Reißverschlüsse sind eine Welt für sich. Um sich in deren Vielfalt zu Recht zu finden muss man sich ein bisschen mit der Materie beschäftigen und einige Begrifflichkeiten verstehen lernen. Die erste und wohl elementarste Frage die sich stellt ist die um die Eigenschaft der Teilbarkeit. Mit Teilbarkeit in diesem Sinne ist nicht das Öffnen der Reißverschlusszähnchen gemeint. Denn das ist die Aufgabe eines jeden Zippverschlusses – egal ob Teilbar, Nicht Teilbar oder Meterware.

Teilbar bedeutet, dass man einen Reißverschluss am unteren Ende aushaken kann, sodass sich die Reißverschlussseiten voneinander trennen lassen. Das allgegenwärtigste Beispiel hierfür ist der Jackenreißverschluss. Möchte man eine Jacke öffnen, muss der Reißverschlussschieber (auch Zipper, Schlitten oder Schiffchen genannt) von oben nach unten und dann das Einsteckteil aus dem Kastenteil gezogen werden. Beim Anziehen der Jacke läuft der Ablauf entsprechend umgekehrt ab: Das Einsteckteil, welches sich typischerweise auf der rechten Seite befindet, wird in das links gelegene Kastenteil gesteckt und anschließend der Zipper nach oben gezogen.

Nicht Teilbare Reißverschlüsse lassen sich demzufolge zwar Öffnen aber nicht aushaken / in zwei Teile trennen. Fragt man sich im ersten Moment vielleicht wofür man diesen denn gebrauchen könnte, fallen einem nach kurzem Überlegen viele denkbare Einsatzmöglichkeiten ein: Kissen, Bettwäsche, Hosen, Röcke, Taschen, Schuhe, Geldbörsen, Polster und viele weitere.

Meterware hingegen kann man weder zu den Teilbaren noch zu den Nicht Teilbaren Reißverschlüssen zählen. Zieht man an einem unbearbeiteten Meterware-Reißverschluss zu lange an einem aufgezogenen Schieber, zieht man ihn wieder von der Meterware herunter. Mit den nötigen Kleinteilen (Stopper und Verbinder) kann man sich aus Meterware individuelle Nicht Teilbare Reißverschlüsse basteln. Oder man vernäht und verriegelt den Meterware-Reißverschluss beim Nähen in den Stoff. Dies ist vor allem bei den feineren Schienenarten und –breiten Gang und Gäbe. Aus Meterware lassen sich keine teilbaren Reißverschlüsse machen! Das Kasten- und Einsteckteil was hierfür gebraucht würde, führen wir nicht in unserem Sortiment. Denn dieses muss mittels Thermo-Drucktechnik und mit Hilfe entsprechender Maschinen angebracht werden. Ansonsten würde sich dieses zu schnell wieder ausreisen. Aus diesem Grund bringen die Hersteller rund um das Kasten- und Einsteckteil zusätzliche Verstärkung an.

Wählen Sie zwischen mehreren Schienenarten!

War der ursprüngliche Reißverschluss noch aus Metall gefertigt reihen sich mittlerweile auch Kunststoffreißverschlüsse in das Standard-Sortiment mit ein. Allgemein bekannt und bei uns auch erhältlich sind folgende Schienenarten: Metall, Spirale (Kunststoff) und Krampe (Kunststoff).

Bei Metallschienen sind kleine Metallstifte an den beiden Stoffbandseiten angebracht, welche sich durch kleine Zacken an den Stiftenden miteinander verbinden / verhaken. Metall-Reißverschlüsse gibt es in mehreren Legierungen: Silber, Antik, Altmessing und Gold. Richtig in Szene gesetzt kann der Reißverschluss neben seiner primären Schließfunktion auch dekorative Zwecke erfüllen. Vor allem schön golden und silbern glänzende Schienen können verschiedensten Kleidungsstücken das gewisse Etwas verpassen und Eleganz widerspiegeln.

Die Krampenschiene (auch bekannt unter den Bezeichnungen Dekorkunststoffschiene oder Kunststoffprofilschiene) kann wohl als typischer Jackenreißverschluss bezeichnet werden. Bei diesem sind kleine Kunststoffzähnchen an das Stoffband angebracht, welche sich beim Schließen ineinander verzahnen. Die einzelnen Zähnchen sind im Vergleich zu den beiden anderen Schienenarten relativ groß, sodass ein Kunststoff-Krampenreißverschluss optisch immer ein bisschen gröber und breiter als eine Spiralschiene oder Metallschiene erscheint, auch wenn die nachgemessene Breite identisch ist.

Die Spiralschiene lässt sich am besten anhand eines Collegeblocks visualisieren. Klingt komisch, ist aber schnell erklärt: Ein Collegeblock ist seitlich oft mit einer Spiralbindung versehen. Bei Reißverschlüssen dieser Art führen demnach zwei Kunststoffspiralen an den Stoffbandseiten entlang. So eine Spirale kann auch Wendelung oder in Fachkreisen „Helix“ genannt werden. Der Verschluss kommt erst dadurch zustande, dass eine Spiralseite rechts- und die andere linksgewendelt ist. Wie genau es technisch möglich wird, dass sich die beiden Wendelungen gut miteinander verhaken wollen wir an dieser Stelle nicht weiter ausführen, eins ist jedoch klar: bei dieser Schienenart treffen aufgrund der Verschlusstechnik guter Zusammenhalt / Stabilität und hohe Flexibilität zusammen! Wird also insbesondere für Outdoor-Zwecke ein besonders robuster, langlebiger und widerspenstiger Reißverschluss gebraucht, sollte die Wahl auf einen Reißverschluss mit einer Kunststoff-Spiralschiene fallen. Spezielle Untergruppen des Spiral-Reißverschlusses sind Nahtverdeckte und Umgekehrte Reißverschlüsse. Nahtverdeckte Reißverschlüsse sind ganz dünne, feine Spiralschienen-Reißverschlüsse mit einem extra leichten, feinen Stoffband und einer versteckten Schiene. Auch der Schieber ist ein edler, dünner und länglicher Tropfenschieber. Hauptsächliche Einsatzgebiete dieses Reißverschlusses sind Kleider & Röcke. Bei den Umgekehrten Reißverschlüssen

Anzahl der Schieber – 1-Weg & 2-Wege-Reißverschlüsse

1 Schieber = 1-Weg-Reißverschluss
2 Schieber = 2-Wege-Reißverschluss

Bei manchen Einsatzzwecken von Reißverschlüssen kann es notwendig und sinnvoll sein mehr als nur einen Schieber am Reißverschluss montiert zu haben. Bei einer Jacke ist ein Schieber üblich und ausreichend (= Teilbarer 1-Weg-Reißverschluss). Bei Mänteln verwendet man hingegen meist zwei Schieber, ergo also einen Teilbaren 2-Wege-Reißverschluss. Vorteil hierbei ist bspw., dass der Mantel von unten wieder teils geöffnet werden kann, sodass beim Sitzen (z.B. beim Auto oder Fahrrad fahren) mehr Beinfreiheit erlangt wird. An einer Hose oder an einem Stiefel findet man wiederum nur einen Schieber. Der benötigte Reißverschluss ist in diesen Fällen jedoch ein Nicht Teilbarer 1-Weg-Reißverschluss. Typischer Einsatzzweck eines Nicht Teilbaren 2-Wege-Reißverschlusses sind z.B. Reisekoffer. Hier treffen die beiden Schieber in der Mitte - oder an anderer beliebiger Stelle am Koffer - aufeinander. Mit einem Vorhängeschloss, welches durch die Löcher am Schieber hindurch passt, kann der Koffer auch provisorisch abgeschlossen werden. Bevor die Frage der Schieberanzahl beantwortet werden kann, sollte man sich also im Klaren sein, was der benötigte Reißverschluss alles können soll!

Schieberarten

Zu allerletzt kann bei uns auch noch der Schieber ausgesucht werden. Manchmal hat das nur ästhetische Gründe. Findet man einen eckigen Schieber schöner als einen Schieber mit einem runden Löffelgriff, möchte man einen Schieber in der gleichen Farbe haben wie die Farbe des Reißverschlusses oder doch lieber einen in silber? Manche Schieber sollen einen besonderen Zweck erfüllen. Die beiden wichtigsten Schieber mit einer nennenswerten Sonderfunktion sind der Wendeschieber und der Zeltschieber. Der Wendeschieber hat nur eine Griffplatte, diese kann jedoch auf beide Seiten umgelegt werden. So kann man z.B. bei Wende-Jacken den Reißverschluss immer von der gewünschten Seite bedienen und hat nie störendes Metall auf der Innenseite. Ein Zeltschieber hingegen hat zwei Griffplatten – auf jeder Seite einen. So wird erreicht, dass man den Reißverschluss von beiden Seiten gleichzeitig bedienen kann. D.h., dass man einen Zeltreißverschluss sowohl von innen, als auch von außen öffnen oder schließen kann. Reißverschlussschieber mit diesen beidseitigen Griffplatten werden bei uns immer mit der Bezeichnung „Zeltschieber“ betitelt. Alle anderen Schieber sind also keine speziellen Zeltschieber und nur einseitig bedienbar! Abschließend noch eine Erklärung zu dem Ausdruck „Automatikschieber“. Dies sind Schieber mit einer eingebauten Stopp-Funktion. Das bedeutet, dass sich der Schieber nur weiterbewegen lässt, wenn der Schieber an der Griffplatte gegriffen und weiter geschoben wird. Dies ist notwendig an Jacken und Hosen, denn hier ist ein ungewolltes Öffnen nicht erwünscht!

Pflege & Prävention

Damit ein Reißverschluss lange und zuverlässig seine Dienste leistet braucht er eine gewisse Pflege und Behandlung. Reißverschlüsse an Jacken, Mäntel, Röcke, Kleider oder anderen Bekleidungsstücken sollten vor dem Waschgang geschlossen werden. Reißverschlüsse, die im Outdoor-Segment eingesetzt werden, z.B. an Planen oder Zelten, auf Booten oder auch an Schuhen, sollten in regelmäßigen Abständen von Sand oder anderen Schmutzrückständen befreit und am Anschluss mit einem speziellen Reißverschluss-Pflege-Spray behandelt werden. Schmutzpartikel erhöhen die Abnutzung der Schließglieder erheblich. Wenn ihr Reißverschluss länger leichtgängig bleiben und eine lange Nutzungsdauer erreichen soll, sollten Sie unsere Pflegetipps beachten.
 
Eine Einführung in die bunte & weite Welt der Reißverschlüsse!   Teilbar oder Nicht Teilbar – das ist hier die Frage! Reißverschlüsse sind eine Welt für sich. Um sich in... mehr erfahren »
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Teilbar oder Nicht Teilbar – das ist hier die Frage!

Reißverschlüsse sind eine Welt für sich. Um sich in deren Vielfalt zu Recht zu finden muss man sich ein bisschen mit der Materie beschäftigen und einige Begrifflichkeiten verstehen lernen. Die erste und wohl elementarste Frage die sich stellt ist die um die Eigenschaft der Teilbarkeit. Mit Teilbarkeit in diesem Sinne ist nicht das Öffnen der Reißverschlusszähnchen gemeint. Denn das ist die Aufgabe eines jeden Zippverschlusses – egal ob Teilbar, Nicht Teilbar oder Meterware.

Teilbar bedeutet, dass man einen Reißverschluss am unteren Ende aushaken kann, sodass sich die Reißverschlussseiten voneinander trennen lassen. Das allgegenwärtigste Beispiel hierfür ist der Jackenreißverschluss. Möchte man eine Jacke öffnen, muss der Reißverschlussschieber (auch Zipper, Schlitten oder Schiffchen genannt) von oben nach unten und dann das Einsteckteil aus dem Kastenteil gezogen werden. Beim Anziehen der Jacke läuft der Ablauf entsprechend umgekehrt ab: Das Einsteckteil, welches sich typischerweise auf der rechten Seite befindet, wird in das links gelegene Kastenteil gesteckt und anschließend der Zipper nach oben gezogen.

Nicht Teilbare Reißverschlüsse lassen sich demzufolge zwar Öffnen aber nicht aushaken / in zwei Teile trennen. Fragt man sich im ersten Moment vielleicht wofür man diesen denn gebrauchen könnte, fallen einem nach kurzem Überlegen viele denkbare Einsatzmöglichkeiten ein: Kissen, Bettwäsche, Hosen, Röcke, Taschen, Schuhe, Geldbörsen, Polster und viele weitere.

Meterware hingegen kann man weder zu den Teilbaren noch zu den Nicht Teilbaren Reißverschlüssen zählen. Zieht man an einem unbearbeiteten Meterware-Reißverschluss zu lange an einem aufgezogenen Schieber, zieht man ihn wieder von der Meterware herunter. Mit den nötigen Kleinteilen (Stopper und Verbinder) kann man sich aus Meterware individuelle Nicht Teilbare Reißverschlüsse basteln. Oder man vernäht und verriegelt den Meterware-Reißverschluss beim Nähen in den Stoff. Dies ist vor allem bei den feineren Schienenarten und –breiten Gang und Gäbe. Aus Meterware lassen sich keine teilbaren Reißverschlüsse machen! Das Kasten- und Einsteckteil was hierfür gebraucht würde, führen wir nicht in unserem Sortiment. Denn dieses muss mittels Thermo-Drucktechnik und mit Hilfe entsprechender Maschinen angebracht werden. Ansonsten würde sich dieses zu schnell wieder ausreisen. Aus diesem Grund bringen die Hersteller rund um das Kasten- und Einsteckteil zusätzliche Verstärkung an.

Wählen Sie zwischen mehreren Schienenarten!

War der ursprüngliche Reißverschluss noch aus Metall gefertigt reihen sich mittlerweile auch Kunststoffreißverschlüsse in das Standard-Sortiment mit ein. Allgemein bekannt und bei uns auch erhältlich sind folgende Schienenarten: Metall, Spirale (Kunststoff) und Krampe (Kunststoff).

Bei Metallschienen sind kleine Metallstifte an den beiden Stoffbandseiten angebracht, welche sich durch kleine Zacken an den Stiftenden miteinander verbinden / verhaken. Metall-Reißverschlüsse gibt es in mehreren Legierungen: Silber, Antik, Altmessing und Gold. Richtig in Szene gesetzt kann der Reißverschluss neben seiner primären Schließfunktion auch dekorative Zwecke erfüllen. Vor allem schön golden und silbern glänzende Schienen können verschiedensten Kleidungsstücken das gewisse Etwas verpassen und Eleganz widerspiegeln.

Die Krampenschiene (auch bekannt unter den Bezeichnungen Dekorkunststoffschiene oder Kunststoffprofilschiene) kann wohl als typischer Jackenreißverschluss bezeichnet werden. Bei diesem sind kleine Kunststoffzähnchen an das Stoffband angebracht, welche sich beim Schließen ineinander verzahnen. Die einzelnen Zähnchen sind im Vergleich zu den beiden anderen Schienenarten relativ groß, sodass ein Kunststoff-Krampenreißverschluss optisch immer ein bisschen gröber und breiter als eine Spiralschiene oder Metallschiene erscheint, auch wenn die nachgemessene Breite identisch ist.

Die Spiralschiene lässt sich am besten anhand eines Collegeblocks visualisieren. Klingt komisch, ist aber schnell erklärt: Ein Collegeblock ist seitlich oft mit einer Spiralbindung versehen. Bei Reißverschlüssen dieser Art führen demnach zwei Kunststoffspiralen an den Stoffbandseiten entlang. So eine Spirale kann auch Wendelung oder in Fachkreisen „Helix“ genannt werden. Der Verschluss kommt erst dadurch zustande, dass eine Spiralseite rechts- und die andere linksgewendelt ist. Wie genau es technisch möglich wird, dass sich die beiden Wendelungen gut miteinander verhaken wollen wir an dieser Stelle nicht weiter ausführen, eins ist jedoch klar: bei dieser Schienenart treffen aufgrund der Verschlusstechnik guter Zusammenhalt / Stabilität und hohe Flexibilität zusammen! Wird also insbesondere für Outdoor-Zwecke ein besonders robuster, langlebiger und widerspenstiger Reißverschluss gebraucht, sollte die Wahl auf einen Reißverschluss mit einer Kunststoff-Spiralschiene fallen. Spezielle Untergruppen des Spiral-Reißverschlusses sind Nahtverdeckte und Umgekehrte Reißverschlüsse. Nahtverdeckte Reißverschlüsse sind ganz dünne, feine Spiralschienen-Reißverschlüsse mit einem extra leichten, feinen Stoffband und einer versteckten Schiene. Auch der Schieber ist ein edler, dünner und länglicher Tropfenschieber. Hauptsächliche Einsatzgebiete dieses Reißverschlusses sind Kleider & Röcke. Bei den Umgekehrten Reißverschlüssen

Anzahl der Schieber – 1-Weg & 2-Wege-Reißverschlüsse

1 Schieber = 1-Weg-Reißverschluss
2 Schieber = 2-Wege-Reißverschluss

Bei manchen Einsatzzwecken von Reißverschlüssen kann es notwendig und sinnvoll sein mehr als nur einen Schieber am Reißverschluss montiert zu haben. Bei einer Jacke ist ein Schieber üblich und ausreichend (= Teilbarer 1-Weg-Reißverschluss). Bei Mänteln verwendet man hingegen meist zwei Schieber, ergo also einen Teilbaren 2-Wege-Reißverschluss. Vorteil hierbei ist bspw., dass der Mantel von unten wieder teils geöffnet werden kann, sodass beim Sitzen (z.B. beim Auto oder Fahrrad fahren) mehr Beinfreiheit erlangt wird. An einer Hose oder an einem Stiefel findet man wiederum nur einen Schieber. Der benötigte Reißverschluss ist in diesen Fällen jedoch ein Nicht Teilbarer 1-Weg-Reißverschluss. Typischer Einsatzzweck eines Nicht Teilbaren 2-Wege-Reißverschlusses sind z.B. Reisekoffer. Hier treffen die beiden Schieber in der Mitte - oder an anderer beliebiger Stelle am Koffer - aufeinander. Mit einem Vorhängeschloss, welches durch die Löcher am Schieber hindurch passt, kann der Koffer auch provisorisch abgeschlossen werden. Bevor die Frage der Schieberanzahl beantwortet werden kann, sollte man sich also im Klaren sein, was der benötigte Reißverschluss alles können soll!

Schieberarten

Zu allerletzt kann bei uns auch noch der Schieber ausgesucht werden. Manchmal hat das nur ästhetische Gründe. Findet man einen eckigen Schieber schöner als einen Schieber mit einem runden Löffelgriff, möchte man einen Schieber in der gleichen Farbe haben wie die Farbe des Reißverschlusses oder doch lieber einen in silber? Manche Schieber sollen einen besonderen Zweck erfüllen. Die beiden wichtigsten Schieber mit einer nennenswerten Sonderfunktion sind der Wendeschieber und der Zeltschieber. Der Wendeschieber hat nur eine Griffplatte, diese kann jedoch auf beide Seiten umgelegt werden. So kann man z.B. bei Wende-Jacken den Reißverschluss immer von der gewünschten Seite bedienen und hat nie störendes Metall auf der Innenseite. Ein Zeltschieber hingegen hat zwei Griffplatten – auf jeder Seite einen. So wird erreicht, dass man den Reißverschluss von beiden Seiten gleichzeitig bedienen kann. D.h., dass man einen Zeltreißverschluss sowohl von innen, als auch von außen öffnen oder schließen kann. Reißverschlussschieber mit diesen beidseitigen Griffplatten werden bei uns immer mit der Bezeichnung „Zeltschieber“ betitelt. Alle anderen Schieber sind also keine speziellen Zeltschieber und nur einseitig bedienbar! Abschließend noch eine Erklärung zu dem Ausdruck „Automatikschieber“. Dies sind Schieber mit einer eingebauten Stopp-Funktion. Das bedeutet, dass sich der Schieber nur weiterbewegen lässt, wenn der Schieber an der Griffplatte gegriffen und weiter geschoben wird. Dies ist notwendig an Jacken und Hosen, denn hier ist ein ungewolltes Öffnen nicht erwünscht!

Pflege & Prävention

Damit ein Reißverschluss lange und zuverlässig seine Dienste leistet braucht er eine gewisse Pflege und Behandlung. Reißverschlüsse an Jacken, Mäntel, Röcke, Kleider oder anderen Bekleidungsstücken sollten vor dem Waschgang geschlossen werden. Reißverschlüsse, die im Outdoor-Segment eingesetzt werden, z.B. an Planen oder Zelten, auf Booten oder auch an Schuhen, sollten in regelmäßigen Abständen von Sand oder anderen Schmutzrückständen befreit und am Anschluss mit einem speziellen Reißverschluss-Pflege-Spray behandelt werden. Schmutzpartikel erhöhen die Abnutzung der Schließglieder erheblich. Wenn ihr Reißverschluss länger leichtgängig bleiben und eine lange Nutzungsdauer erreichen soll, sollten Sie unsere Pflegetipps beachten.
 
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